Weinbau nach alter Art

Aufgrund seiner steilen Lage lässt der Weinberg an
der Burg Klopp nur viel Handarbeit zu. Die Reihen
sind eng, was sich teilweise mit einem Schmalspur-
schlepper bearbeiten lässt, der Rest muss mit dem
Binger Seilzug-Pflug bearbeitet werden. Gespritzt
wird mit dem Schlauch, d.h. jede Reihe runter und
hoch laufen und dies auch nur dann, wenn es unbe-
dingt sein muss. Ich lege mehr Wert auf Laubarbeit
und Pflanzenstärkung. Gelesen wird ebenfalls per
Hand. Diese Arbeitsweisen haben für mich den Vorteil,
das ich alle Stöcke "persönlich" kennenlerne, den
Boden und jedes Detail wahrnehme. Ganz wichtig für
mich: kein Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln.
Hier kommt die Hacke noch zum Einsatz.

Lohn der Arbeit

Das Besondere an diesem Weinberg: die Lage. D.h. der
Boden besteht aus Verwitterungsschiefer, geologisch
bereits zum Mittelrhein gehörend, mit Blick auf die
Weinanbaugebiete Nahe, Mittelrhein und Rheingau.
Hier ist der nordwestlichste Zipfel vom Anbaugebiet
Rheinhessen. Wenn ich eine Pause mache, dann wird
diese belohnt durch den einzigartigen Ausblick.
All diese Arbeiten schlagen sich auch im Ver-
kaufspreis nieder. Aber getreu dem alten Spruch:
"Siebzehnmal muss der Winzer um jeden Rebstock
gehen, sonst gerät der Wein nicht" handhabe ich es.

Der Weg zum Wein

Die selektive Handlese bildet die Voraussetzung
für gesundes Lesegut und damit einen guten Most.
Ebenso ein kurzer Weg auf die Presse und die be-
hutsame Kelterung. Die Spontangärung hilft ihm
dabei seinen einzigartigen Charakter auszuprägen.
Danach die Lagerung auf der Feinhefe.
In dieser Zeit bin ich Beobachter, probiere, höre,
messe, und gebe ihm einfach seine Ruhe, die er
zu seiner Entwicklung braucht.

Fertig ist das Mysterium Wein.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Genuss meiner
Weine.